Festlicher Abschied für Johannes Tepaße

Nach 32-jähriger Tätigkeit als Einrichtungsleiter im Guten Hirten geht Johannes Tepaße in den Ruhestand. Im Rahmen des Sommerfestes am 11. Juli wurde er offiziell verabschiedet. Viele Bewohner, Angehörige und geladene Gäste waren dabei.

Fotos: Steffi Dünne, Ahaus

Der Tag begann mit einem Festgottesdienst unter dem Motto „Der Gute Hirte“. Bewohner und Mitarbeiter gestalteten ihn mit. Bei der anschließenden offiziellen Verabschiedung waren neben Familie Tepaße auch Vertreter des Kreises Borken, der Stadt Bocholt, des Bistums Münster, der „Kongregation Unserer Frau von der Liebe des Guten Hirten“ sowie der Stiftung Haus Hall anwesend.

Engagiert für den Auftrag des Hauses

„Jeder Bewohner, jede Bewohnerin mit der je eigenen Lebensgeschichte, mit den Gebrechlichkeiten und nachlassenden Sinnen hat es verdient, respekt- und würdevoll im letzten Lebensabschnitt begleitet zu werden. Dafür stehen Sie ein, und diese Haltung schafft den Teamspirit, den es für die anspruchsvolle Aufgabe braucht,“ so beschrieb Dr. Thomas Bröcheler, Geschäftsführer der Stiftung Haus Hall, in seiner Rede Tepaßes Auffassung zum Auftrag des Hauses.

Herausforderungen in drei Jahrzehnten

Bröcheler nannte einige der Herausforderungen, mit denen Tepaße im Lauf der Jahre konfrontiert war: Übernahme der Hausleitung unter einer Ordensoberin, Einführung der Pflegeversicherung, Übergang des Guten Hirten in die Trägerschaft der Stiftung Haus Hall, Umbau und Renovierung des Hauses, Einführung der Pflegenoten – und zuletzt die anstrengenden Monate der Corona-Pandemie. Bröcheler würdigte die Art und Weise, mit der Tepaße als engagierter Netzwerker für die Anliegen des Guten Hirten die Aufgaben annahm, gestaltete und meisterte.

Der scheidende Einrichtungsleiter bedankte sich bei allen Mitarbeitern und Kooperationspartnern: „Ich war nie allein“, sagte er rückblickend. Nach den Reden folgte ein Empfang, bei dem sich etliche Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige und Gäste persönlich verabschiedeten.

Sommerfest bei Sonnenschein

Nachmittags gab es, wie immer beim Sommerfest des Guten Hirten, einen Trödelmarkt, Handwerkerstände und verschiedene kulinarische Angebote. LouDynia und Klaus Renzel spielten Teile ihres Repertoires und der Instrumentalkreis Lowick unterhielt mit schnittiger Musik die Besucher. Die Bewohner brachten Johannes Tepaße zusammen mit einigen Mitarbeitern ein Abschiedsständchen, mit der Bitte, als „Ehrenamtlicher Würstchendreher“ dabei zu bleiben.

Abschied der Mitarbeiter

Bereits zwei Tage zuvor hatten die Mitarbeiter Johannes Tepaße morgens zu Hause mit dem Tandem abgeholt. Nach einer 1,5-stündigen Radtour um Bocholt gab es am Backofen im Park des Guten Hirten Häppchen und das „Lieblingsgemüse“ des scheidenden Chefs: Frikadellen. Ergriffen und gerührt zeigte er sich über die vielen Mitarbeiter, die ihm ihr Abschiedslied „Jenseits der Pflichten“ darbrachten. Und über die zahlreichen Geschenke, unter anderem zwei von Wegbegleitern liebevoll gestaltete Abschiedsbücher.